Geocaching Kurs live und in Farbe

Campbickel
C.A.M.P. – Backstage
Februar 17, 2016

Geocaching Kurs live und in Farbe

Artur-Geokurs3

Da mir ein gewisses „Spezialwissen“ gefehlt hat, wurde mir angeboten an einem T5 Geocaching Kurs beim Andy teilzunehmen. Ich habe nicht einen Moment gezögert und mich schon riesig auf dieses Abenteuer gefreut.

Am 16.01.2016 war es dann soweit: Der Kurs fand in Bad Soden-Salmünster statt, also quasi um die Ecke.

Da mir das Thema Geocaching im Allgemeinen noch eher neu und unbekannt war, war ich sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde. In dem angebotenen 2-Tage-Kurs wurde ich, zusammen mit fünf anderen Kursteilnehmern, zuerst im theoretischen Bereich unterrichtet. Dabei wurden uns neben der klassichen Knotenkunde auch diverse Sicherheitsaspekte beigebracht. Der Umgang mit unserer Ausrüstung und was in einer Notfallsituation zu tun ist, waren ebenfalls Bestandteil der Theorie. Hierbei haben sich Andy und Lars, unsere Trainer an diesem Tag, angeregt und sehr ausführlich mit unseren Fragen auseinandergesetzt bis kein Zweifel offen war, dass wir alle ins Seil möchten.

Nach einer kurzen Mittagspause hieß es dann Ausrüstung anziehen und rauf aufs Seil. Die ersten Gehversuche waren noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber relativ schnell kam diese besondere Freude auf, die ich sonst immer in den Augen unserer Kunden gesehen habe, die mir von Ihren Abenteuern beim T5 Geocaching erzählten. Nun wurde mir langsam klar, welche Herausforderungen sich vor den Cachern auftun und welche Ausrüstung dabei unverzichtbar ist. Die Praxis beinhaltete neben dem klassischen Auf- und Abstieg auch die Simulation einer Rettung im Notfall. Dabei wurde uns genau gezeigt, wie man den Verletzten aus seinem Seil befreit und an das eigene koppelt, ohne dabei den Sicherheitsaspekt außer Acht zu lassen.

Der zweite Tag setzte die Praxis fort und wir bekamen einen Eindruck davon, wie sich die Industriekletterer auf Ihre Arbeitsvorgänge vorbereiten. Neben dem Grillon wurde uns auch eine Y-Verbindung mit Falldämpfer vorgeführt. Doch da hörte es nicht auf. Wir haben die Möglichkeit bekommen, diese selbst auch zu testen und uns einen Eindruck davon verschafft, wie anstrengend der Job eines Industriekletterers wirklich ist und das schon auf dem Weg zum Arbeitsplatz.

Anschließend haben wir noch das Abseilen über eine Kante geübt. Im Anschluss daran haben sich einige im Traversieren geübt, während andere die Tücken des Auf- und Abstiegs weiter übten.

Da das Trainerteam immer ganz nah am Geschehen war, gab es zu jedem Zeitpunkt einen Ansprechpartner, der einem beratend zur Seite stand und bei eventuellen Fragen immer eine Antwort parat hatte.

Zum Ende des Kurse haben wir noch gemeinsam eine Seilbahn gebaut. Das war ein richtig tolles Erlebnis und das Highlight in meinen Augen. Es war mir bis dato nicht bewusst, dass man aus Seil, einigen Karabinern, ein paar Abseilgeräten und einem Anschlagpunkt tatsächlich eine voll funktionsfähige Seilbahn bauen kann, mit der man auch noch einen Heidenspaß haben kann. Der Aufbau wurde nicht nur vom Trainerteam übernommen, sondern jeder hatte eine Aufgabe zu erledigen, so dass jeder automatisch einen Beitrag zum Erfolg beisteuerte. Eine sehr schöne Geste und einer der Gründe, warum der Teamgeist bei diesem Kurs ein hohes Gut war.

Ganz zum Schluss stand noch ein T5 Cache an, den wir zusammen aus der Seilbahn heraus gebaut hatten. Etwas tückisch angelegt, aber kein Match zu unserem nicht nur körperlich, sondern auch geistig erwachsenen Teamgefühl. Nach kurzer gemeinsamer Überlegung wurde die Seilbahn umfunktioniert und der Zugang zum Cache war frei. Ein tolles Gefühl am Ende den Cache erfolgreich gemeistert zu haben. Die Strapazen und Anstrengungen des Tages waren am Ende vergessen.

Mein Fazit:

Diesen Kurs kann ich nur als ein tolles Erlebnis bezeichnen. Mein persönliches Ziel war es die Welt der Geocacher und auch die Kletterwelt im Allgemeinen kennen zu lernen und zu schauen, ob ich mich in ihr zurecht finde. Das kann ich so nur bestätigen. Denn sowohl das gemeinsame Erlebnis als auch die daraus resultierende Kameradschaft mit lauter positiv Kletterverrückten waren eine Bereicherung für mich und haben mich darin bestärkt im Kletter-Spezial-Laden euch auch weiterhin (und zwar mehr denn je) mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und eins sei noch zum Schluss gesagt: Es war nicht mein letzter Ausflug ins Seil. Der Frühling steht ja schon vor der Tür und wir wissen alle, was das heißt…:-)

Bis bald,

Euer Artur

1 Comment

  1. Dirk Köhler sagt:

    Es war ein supe Kurs am dem genannten Wochenende und eine super Truppe, die sich da zusammengefunden hatte. Diese beiden Tage bleiben lange in meinem Gedächtnis hängen.
    Ein Eintageskurs ist aus meiner Sicht definitiv zu kurz.

    Andy und Lars.als Trainer haben für diese tollen Eindrùcke maßgeblich gesorgt.

    Viele Grüße auch an Dich, Artur und immer eine Handbreit Luft unterm Hintern !

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